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Vollzug der Wassergesetze und des Gesetzes über die Umweltverträglichkeits-prüfung; Prüfung der Pflicht zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung für das Zutagefördern von Grundwasser für die öffentliche Wasserversorgung des Marktes Heroldsberg

Bekanntgabe des Ergebnisses gemäß § 5 Abs. 2 Satz 1 UVPG
Der Markt Heroldsberg hat beim Landratsamt Erlangen- Höchstadt eine wasserrechtliche Bewilligung (§ 8 Abs.1 WHG) für das Zutagefördern von bis zu 200.000 m³ Grundwasser pro Jahr aus dem Brunnen IV, Fl. Nr. 1558, Gemarkung Geschaidt, beantragt. Das Zutagefördern von Grundwasser in diesem Umfang unterliegt der allgemeinen Vorprüfungspflicht nach § 7 Abs.1 Satz 1 UVPG i. V. m. Nr. 13.3.2 der Anlage 1 zum UVPG. Die Vorprüfung stellt fest, ob für das Vorhaben eine förmliche Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen ist. Das Landratsamt Erlangen – Höchstadt hat im wasserrechtlichen Bewilligungsverfahren geprüft, ob eine förmliche Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen ist. Gemäß § 5 Abs.2 Satz 1 UVPG wird das Ergebnis der Vorprüfung bekannt gegeben. Die Feststellung ist nicht selbständig anfechtbar.

Ergebnis:
Die Vorprüfung ergab, dass nach Einschätzung der Wasserrechtsbehörde aufgrund überschlägiger Prüfung unter Berücksichtigung der in der Anlage 3 zum UVPG aufgeführten Kriterien für das Vorhaben eine förmliche Umweltverträglichkeitsprüfung nicht durchzuführen ist, da das Vorhaben keine erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen erwarten lässt, die nach § 25 Abs. 2 UVPG bei der Zulassungsentscheidung zu berücksichtigen wären.

Begründung:
Der bestehende Brunnen im Wald erschließt Tiefengrundwasser, das mit einer ca. 50 Meter mächtigen Schicht des Feuerlettens überdeckt ist. Auswirkungen auf oberflächennahe Wasservorkommen oder Bodenschichten, Pflanzen, Tiere und die biologische Vielfalt sind deshalb nicht zu erwarten. Aufgrund der beantragten Mengen ist davon auszugehen, dass keine schädlichen Gewässerveränderungen entstehen. Das Wasserwirtschaftsamt wird dies, soweit im Detail noch erforderlich, auch durch Auflagen und Bedingungen zur Bewilligung sicherstellen.
Die Grundwasserentnahme des Brunnens IV ist aufgrund der Entfernung auch nicht im Zusammenhang mit den weiteren Brunnen des Marktes Heroldsberg zu betrachten (Kumulationswirkung).
Durch das Zutagefördern von Grundwasser werden auch keine anderen Grundwassernutzungen beeinflusst.

Die Lage des Brunnens im Wald mit seiner natürlichen Schutzfunktion ist im Hinblick auf die Qualität des zu fördernden Grundwassers als sehr positiv zu bewerten. Ein Wasserschutzgebiet ist speziell für diese Grundwasserförderung bereits ausgewiesen.
Auch die logistischen Maßnahmen rund um die Wasserförderung (Leitungsbau, Einzäunung des Fassungsbereiches, Brunnenunterhaltung etc.) haben nur geringfügige Auswirkungen auf Fläche, Boden, Wasser, Tiere, Pflanzen und die biologische Vielfalt.
Abfälle und Abwässer fallen nur in sehr geringem Umfang (z.B. bei Unterhaltungsmaßnahmen am Brunnen) an und können problemlos entsorgt werden.
Diese Bekanntmachung wird gemäß Art. 27 a BayVwVfG auch auf der Internetseite des Landratsamtes Erlangen – Höchstadt eingestellt unter:

www.erlangen-hoechstadt.de/aktuelles/bekanntmachungen/

 

Landratsamt Erlangen – Höchstadt
Höchstadt a. d. Aisch, 17.01.2018
Leuchs
Sachgebietsleiter